Benefizpremiere: Herbert Tichy – Weltenwanderer, Bergsteiger, Sinnsucher (Innsbruck)
Termin| 04.10.2026 17:30 - 04.10.2026 20:00
Benefizpremiere zugunsten der Nepalhilfe Tirol
In „Herbert Tichy – Weltenwanderer | Bergsteiger | Sinnsucher“ spürt Regisseur Fritz Kalteis einer der facettenreichsten wie tiefgründigsten Persönlichkeiten der Alpingeschichte nach. „Tichy war vor allem ein Philosoph, den sein Geist viel weiter getragen hat, als es sein Körper eigentlich gekonnt hätte“, bringt Bergwelten-Chef Hans-Peter Stauber die Faszination Tichy auf den Punkt.
Vom Heiligsten Berg der Welt zum Cho Oyu
Zwei Reisen, die das Leben Tichys besonders geprägt haben, stehen im Mittelpunkt des Films: 1936 umrundet der junge Geologiestudent Tichy als indischer Pilger verkleidet den „Heiligsten Berg der Welt“: den Kailash im Westen Tibets. Diese Reise begründet Tichys lebenslange Faszination für Asien. „Tichy hat dort das Selbstbewusstsein getankt, dass das für ihn machbar ist, dass er viel, viel mehr erreichen kann, als er sich in seinen kühnen Träumen vorgestellt hat“, sagt der Abenteurer und Reiseschriftsteller Bruno Baumann. Er folgt im Film Tichys Spuren rund um den Heiligen Berg in Tibet - ebenso wie der Niederösterreichische Alpinist Herbert Mayerhofer Tichys Weg zum Cho Oyu in Nepal erneut beschreitet – auch um zu sehen, was sich seit Tichys Zeiten verändert hat.
Revolution des Höhenbergsteigens
Auf diesen mit 8.188 Meter sechsthöchsten Berg der Welt richten sich Tichys „kühnste Träume“ im Jahr 1954. Tichy will auf den Gipfel der damals unbestiegenen „Göttin des Türkis“ – allerdings nicht, wie damals üblich, im Rahmen einer riesigen, militärisch geplanten Expedition, sondern mit minimaler Ausrüstung, ohne Sauerstoff und mit einem winzigen Team. „Ich war immer überzeugt, dass man derartig hohe Gipfel auch ohne den großen Aufwand erreichen könnte, der für mich die Harmonie dieser Welt zerstört“, sagt Tichy später zu seiner Motivation. Und tatsächlich: Am 19. Oktober 1954 steht er gemeinsam mit seinem Sherpafreund Pasang Dawa Lama und dem Tiroler Sepp Jöchler und als erster Mensch auf dem Cho Oyu - trotz schwerster Erfrierungen an den Händen. Es ist eine Revolution des Höhenbergsteigen