Filmfest St. Anton - 30th Anniversary Tour (Innsbruck)
Termin| 17.10.2026 19:00 - 18.10.2026 19:30
Zur 30-jährigen Auflage bringt das Filmfest St. Anton eine kuratierte Auswahl der Jubiläumsausgabe auf die große Leinwand: Am 17. und 18. Oktober zeigt das Metropol Kino Innsbruck im Rahmen der Anniversary Tour ein Kinoprogramm mit sechs Berg- und Abenteuerfilmen, davon feierten fünf Premiere beim Filmfest - mit On-Screen-Moderation und Interviews mit Filmemacher:innen und Protagonist:innen, aufgezeichnet während des Filmfest 2026.
PROGRAMM SAMSTAG:
„The Nordstau“ (Premiere beim 30. Filmfest)
Das mythische Wetterereignis überhäuft die Nordkette über Innsbruck mit absurden Mengen Pulverschnee. Gondeln werden gestürmt, Freundschaften auf die Probe gestellt. Inmitten des Chaos steht Freeski-Weltmeisterin Arianna Tricomi - erstaunlich ruhig, hochstrategisch. Wer bekommt die legendäre First Line? Kein gewöhnlicher Skifilm. Pures Drama.
„She in Storms“ (Österreich-Premiere beim 30. Filmfest)
Christinas Gindls Weg zurück nach Verletzungen und Operationen. Ein ehrliches Porträt über Frauen im Extremsport und dem langen, leisen Weg zu sich selbst.
„Ein ganz normales Leben“ (Österreich Premiere beim 30. Filmfest)
Ilse und Fritz Priesner sind über 80 Jahre alt und haben nicht aufgehört zu träumen. Der Film begleitet sie in einem Alltag, der für andere außerordentlich wäre: aktiv, voller Energie, mit einem ungebrochenen Verhältnis zu Bergen und Natur. Ein Porträt über die Kunst, mit 80 in vollen Zügen zu leben.
PROGRAMM SONNTAG
„Uncle Timmy“ (Premiere beim 30. Filmfest)
Irgendwann in der Zukunft babysittet Snowboard-Profi Timm Schröder - „Uncle Timmy“ - die Kinder seines besten Freundes Dino Flatz. Als sie die Geschichte hinter seinem Weltmeistertitel hören wollen, holt er weit aus: erste Lines, große Trips, harte Stürze, echte Verluste - und die Freunde, die ihn immer wieder zurück aufs Brett gebracht haben. Zwischen Dokumentation und Mockumentary verschwimmen die Grenzen. „Uncle Timmy“ ist ein Film über Riding, Freundschaft und das, was vom Leben in den Bergen wirklich bleibt.
„Zindabad“ (Premiere beim 30. Filmfest)
Im Hunza-Tal in Pakistan macht sich Mueez Ud Din auf, einen Gipfel zu besteigen, der sein Leben lang über ihm aufragte. Gemeinsam mit seinem Onkel Javed Ali und dem französischen Alpinisten Mathieu Maynadier dringt er in ein unerforschtes Gletschersystem vor – mit knappen Ressourcen, instabilen Bedingungen und dem Bewusstsein, zum ersten Mal am Limit des Alpinismus zu agieren. Vor dem langen Schatten von 9/11 - der Zugang, Wahrnehmung und Chancen in Pakistans Bergen
grundlegend veränderte - wird die Expedition zum Blick auf ein tiefer liegendes Ungleichgewicht. Lokale Bergsteiger unterstützen seit Langem ausländische
Unternehmungen. Nur wenige haben sie angeführt. Zindabad ist der Versuch, diese Dynamik zu verschieben.
„Forever Young“ (Premiere beim 30. Filmfest)
Stefan Glowacz, Christian Schlesener sowie die Brüder Moritz und Philipp Hans brechen auf zum bolivianischen Altiplano. Einheimische haben ihnen vom sagenhaften Valle de las Rocas erzählt: unerschlossene Boulder und Felswände auf 4.000 Metern, soweit das Auge reicht. Was die Gruppe verbindet, ist der gemeinsame Hunger nach Fels. Was sie trennt, ist die Generation. Während die Hans-Brüder bouldern und ihr Footage auf Instagram posten, erschließen Stefan und Schlesie Sportkletterrouten und geben analoge Weisheiten von sich. Dazwischen: Schamanen, Flussdurchfahrten und eine Yogastunde mit Doña Gilda. Am Ende sind sich alle einig: Das Valle de las Rocas ist ein Gebiet von Weltniveau.