| Regie | Philippe Jordan |
|---|---|
| Darsteller | Burkhard Fritz, Detlef Roth, Susan Maclean, Diógenes Randes |
| Verleih | n/a |
| Laufzeit | 360 min. |
| Prädikat | keines |
| Start | 11.08.2012 |
Erster Akt
Im Wald bei der Gralsburg, unweit des heiligen Sees, hält sich der alte Gralsritter Gurnemanz mit einigen Knappen auf und befiehlt ihnen, das Bad für den kranken König zu bereiten. Nach seinem Morgengebet erscheint Kundry und bringt Heilkräuter aus fernen Ländern. Eine Hoffnung ist für Amfortas geblieben: Seine Wunde kann durch die Berührung des heiligen Speers geheilt werden; aber nur ein durch Mitleid wissender »reiner Tor« kann ihn zurückbringen. Plötzlich wird die Stille des Waldes gestört. Ein tödlich getroffener Schwan fällt zu Boden, die Ritter bringen den Schuldigen, einen fremden Jüngling, zu Gurnemanz, der ihm die Frevelhaftigkeit seines sinnlosen Handelns vorhält. Beim Anblick des toten Tieres zerbricht der Jüngling in einer plötzlichen Aufwallung der Gefühle seinen Bogen. Er weiß nichts von seiner Herkunft, kennt nicht seinen Namen, weiß nur, dass seine Mutter, der er weggelaufen ist, Herzeleide genannt wurde. Gurnemanz hält ihn für den verheißenen reinen Toren und führt ihn in die Gralsburg, wo er Zeuge der furchtbaren Klage des leidenden Amfortas wird. Doch der Jüngling schweigt; sein Mitleid ist nicht zur Tat geworden. Enttäuscht jagt Gurnemanz ihn hinaus. Aus der Kuppel des Raumes tönt eine Stimme: »Durch Mitleid wissend, der reine Tor.«
Zweiter Akt
Auf seiner Zauberburg sieht Klingsor den von langer Wanderschaft kommenden Jüngling herannahen. Auf sein Geheiß erwacht Kundry mit einem furchtbaren Schrei aus todesähnlichem Schlaf; Klingsor zwingt sie, den Jüngling zu umgarnen und zu vernichten. Bei ihrem Kuss aber erwacht Parsifal zu plötzlichem Wissen; das Bild des leidenden Amfortas ersteht vor seinem inneren Auge. Er stößt Kundry von sich; ihre Verlockungen können ihn nicht mehr bewegen, er wird sich seiner Sendung bewusst. In ihrer Verzweiflung ruft Kundry Klingsor herbei, der den heiligen Speer nach Parsifal schleudert. Doch über seinem Haupt bleibt die Waffe schweben, sodass Parsifal sie ergreifen und damit das Zeichen des Kreuzes schlagen kann.
Dritter Akt
Im einsamen Wald lebt Gurnemanz traurig und verlassen. In den Büschen findet er die erstarrte Kundry, die sich demütig anbietet, nur noch zu dienen. Ein Ritter in dunkler Rüstung mit geschlossenem Visier schreitet durch den Wald; freudig erstaunt erkennt Gurnemanz den Toren, den er einst fortgeschickt hatte, und Amfortas' heiligen Speer. Gurnemanz begrüßt ihn als neuen Gralskönig; als solcher vollzieht er als erstes Amt an Kundry die Taufe. Dann geleitet Gurnemanz Parsifal zur Gralsburg. Mit dem Speer berührt er Amfortas' Wunde und erlöst ihn hierdurch von seinem Leiden. Als neuer Gralskönig enthüllt er die heilige Schale; während ihr Licht strahlt, wird Kundry durch den Tod erlöst.
Mit Stefan Herheims gefeierter Inszenierung von PARSIFAL unter der musikalischen Leitung von Stardirigent Philippe Jordan können Sie die Bayreuther Festspiele 2012 erstmals live in Ihrem Kino erleben. Brillante Bilder in HD-Qualität und ein packendes Sounderlebnis erwarten Sie!
Exklusiv im Kino nehmen Festspielleiterin Katharina Wagner, Startenor Klaus Florian Vogt und Moderator Axel Brüggemann Sie live mit hinter die Kulissen der Bayreuther Festspiele und gewähren spannende und einzigartige Einblicke.
Beginn: 16:00 Uhr
2 Pausen